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Neuigkeiten


25.12.2014 - 01:36 - Balistic


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05.11.2014 - 20:40 - Balistic

http://www.chip.de/ii/2/8/9/8/2/4/1/8/aufm-REDGRAF_553_boerse-bz_Konsequenz-f6f210b3fcc93550.jpg

Die Razzia bei der Filesharing-Seite Boerse.bz hat Nutzer deutschlandweit verunsichert. Gemeinsam mit Rechtsanwalt Christian Solmecke klären wir die wichtigsten Fragen und sagen Ihnen, welche Konsequenzen Raubkopierer jetzt fürchten müssen. Wie teuer wird es im schlimmsten Fall? Droht gar Gefängnis?

Boerse.bz Razzia: Die Folgen für Raubkopierer
Deutschlands Raubkopierer zittern, die Razzia beim illegalen Filesharing-Portal Boerse.bz wirft Fragen nach den Konsequenzen für normale Nutzer auf. Ist überhaupt mit einer Strafverfolgung zu rechnen? Falls ja, welche Strafen drohen den Downloadern? Während Nutzer von Streaming-Diensten wie Kinox.to - wenn überhaupt - mit geringen Strafen zu rechnen haben, die sich am tatsächlichen Schaden orientieren (etwa 10 Euro für ein entgangenes Kinoticket plus 155 Euro Anwaltskosten), sieht die Lage beim illegalen Download schon anders aus: Brenzlig wird es aber erst, wenn via Filesharing oder Upload Dritten die betreffenden Files zur Verfügung gestellt werden.

Das droht Raubkopierern jetzt
Wir haben Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke zu den Konsequenzen befragt, die Raubkopierern jetzt drohen. Das Wichtigste gleich vorweg: Laut Christian Solmecke ist eine Panik nicht angebracht. Allerdings stellt er klar: Wer bei Boerse.bz heruntergeladen hat, hat eine Urheberrechtsverletzung begangen und kann sich nicht auf den privaten Gebrauch berufen. Das ist die aktuelle Rechtslage.

Was müssen Otto-Normalverbraucher, die bei Boerse.bz gelegentlich heruntergeladen haben, jetzt fürchten?
Theoretisch können diese Nutzer mit Abmahnungen rechnen, da der Download auf offensichtlich rechtswidrigen Portalen eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Es ist jedoch zu bezweifeln, ob sich die Ermittlungen von GVU und Staatsanwaltschaft, trotz des rechtswidrigen Verhaltens der Nutzer, überhaupt auf diese konzentrieren werden. Bislang war die GVU dafür bekannt, sich auf die "großen Fische" zu konzentrieren. Zudem ist zu bezweifeln, dass auf boerse.bz überhaupt Nutzerdaten gespeichert wurden. Allein die Tatsache, dass sich Nutzer auf dem Portal angemeldet haben, ist noch kein Rechtsverstoß. Es müsste schon der konkrete Download nachgewiesen werden. Dabei ist zu beachten, dass Nutzer in Deutschland anhand ihrer IP-Adresse lediglich sieben Tage zurückverfolgt werden können. Eine relativ kurze Zeitspanne.

Droht Strafverfolgung?
Grundsätzlich ist in diesem Fall auch eine Strafverfolgung denkbar. Der §106 UrhG stellt die Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken unter Strafe. Allerdings zeigt die Erfahrung aus der Vergangenheit, dass gewöhnliche Nutzer nicht strafrechtlich belangt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der Regel erst ab einem Schaden von 3000 Euro. Wahrscheinlicher ist die oben angesprochene zivilrechtliche Verfolgung. Das heißt, dass im Wege der Abmahnung ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch und die Zahlung des entstandenen Lizenzschadens geltend gemacht werden. Wie bereits erwähnt ist jedoch im Börse.bz Fall auch die Abmahngefahr nicht besonders groß.

Wie hoch fällt eine Geldstrafe für illegales Downloaden in der Regel maximal aus?
Die Höhe der anfallenden Geldentschädigung richtet sich nach der Anzahl der heruntergeladenen Werke und darauf, ob tatsächlich nur ein reiner Download erfolgte oder ob die Werke möglicherweise noch Dritten im Netz im Wege des Filesharings oder durch den Upload zur Verfügung gestellt wurde. Im Falle des reinen Downloads fällt im Durchschnitt ein Lizenzschaden in Höhe des Kaufpreises an, den man als Kunde im Geschäft für die entsprechende DVD zahlen müsste, also im Durchschnitt 15 Euro.

Droht vielleicht sogar Gefängnis?
Rein rechtlich gesehen ist bei Urheberrechtsverletzungen eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren möglich. Es ist jedoch kein Fall bekannt, bei dem ein Nutzer aufgrund des Downloads urheberrechtlich geschützter Werke ins Gefängnis musste.

Bin ich auf der sicheren Seite, wenn ich einen Proxy-Server verwendet habe?
Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Verwendung eines Proxy-Servers eine Rückverfolgung der IP Adresse erfolgt, ist verschwindend gering. Diese Server stehen meist im Ausland, sodass eine Rückverfolgung wesentlich erschwert wird. Hinzu kommt, dass die wenigsten Proxy-Server die IP Adressen speichern.

Was kann mir passieren, wenn ich einen Boerse-Account besitze?
Wer lediglich einen Account bei Boerse.bz besitzt, aber nichts heruntergeladen hat, ist aus dem Schneider. Denn der Besitz eines Accounts allein ist nicht strafbar.

Ist Filesharing momentan gefährlicher als sonst?
Die Macher von Boerse.bz machen offensichtlich weiter - unter "Boerse.to". Doch Rechtsanwalt Solmecke warnt eindringlich vor der Nutzung von Tauschbörsen und Download-Portalen: "Im Moment Vorsicht, Finger weg von den Tauschbörsen und Finger weg von diesen Download-Portalen! Die ersten Betroffenen sollen schon ausgepackt haben, wir gehen davon aus, dass es weitere Hausdurchsuchungen geben wird." Vor allem den Uploadern drohten, wie im Falle von Kinox.to, mehrere Jahre Gefängnis.

Razzia bei Boerse-Betreibern
Am 4. November 2014 durchsuchten rund 400 Polizisten 121 Wohnungen von Betreibern und Uploadern der Filesharing-Seite Boerse.bz. Unter der Leitung der Polizei und Staatsanwaltschaft Köln suchten die Beamten in 14 Bundesländern nach Beweisen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, rund 2,7 Millionen Nutzern tausende Filme, TV-Serien, Musik-Alben, Videospiele und Software-Programme zum illegalen Download zur Verfügung gestellt zu haben.

Weg vom illegalen Streaming
Nach dem Schlag gegen die Betreiber der Boerse.bz-Plattform sind viele Internetnutzer verunsichert. Wo kann man Kino- oder Fernsehfilme überhaupt legal über das Internet schauen? Das Immer-und-überall-Kino bieten inzwischen immer mehr Online-Videotheken - wie Amazons kürzlich gestartetes Instant Video, Maxdome, Sky Snap oder Watchever. Netflix ist ebenfalls inzwischen mit seinem Streaming-Angebot in Deutschland gestartet. Weniger als zehn Euro kostet ein Monatsabo in der Regel, dafür erhalten Sie Zugriff auf zig Filme und Serien - und dass auf ganz legalem Weg.


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