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Autor: Mitteilung:
donkuckel Clanmitglied
Administrator
268 Beiträge
registriert: 28.10.2009
30.05.2010, 21:47 offline zitieren 

THW Kiel gewinnt Champions League Finale

Köln - Handball-Deutschland feiert den THW Kiel: Mit einer großen Energieleistung hat der deutsche Meister zum zweiten Mal nach 2007 die Champions League gewonnen. In der WM-Atmosphäre von 2007 siegte der Bundesliga-Zweite im Final-Four-Finale von Köln gegen den FC Barcelona mit 36:34 (17:20).

Nach einem Wechselbad der Gefühle und einem Sechs-Tore-Rückstand ließen sich die Kieler von den 19 374 frenetischen Zuschauern in der Lanxess-Arena feiern. «Die Kieler haben eine tolle Moral an den Tag gelegt«, sagte Bundestrainer Heiner Brand. «Wir haben verdient gewonnen», sagte THW-Trainer Alfred Gislason und stellte fest: «Ich bin unglaublich stolz.»

Durch den Erfolg komplettierte der THW den Siegeszug der Bundesliga durch die Europacup-Wettbewerbe, nachdem der TBV Lemgo (EHF-Pokal) und der VfL Gummersbach (Pokalsieger) die Grundlage für den Titel-Hattrick wie 2007 gelegt hatten.

«Wir haben einfach verdammt geil gespielt», sagte Filip Jicha, der einmal mehr bester THW-Werfer war. Zudem gewann Jicha (11/2) mit 119 Treffern wie im Vorjahr die Torjägerkrone der Champions League gewann. Der Tscheche warf auch den entscheidenden Treffer zum 36:34. Für Barcelona traf Juanin Garcia (13/10) am besten. Überschattet wurde der Kieler Jubel durch eine Rangelei mit spanischen Spielern nach Schlusspfiff.

«Ich habe keine Worte. Ich kann nicht verstehen, dass wir das Spiel noch gedreht haben», sagte Dominik Klein. Der THW Kiel fand nur schwer ins Spiel. Einen Tag nach dem grandiosen Kraftakt gegen den entthronten Titelverteidiger Ciudad Real lief der deutsche Meister von Beginn an einem Rückstand hinterher. Dabei waren die Katalanen alles andere als überzeugend. Doch wie am Vortag hatte der sonst so sichere Kieler Schlussmann Thierry Omeyer in der ersten Halbzeit nicht gerade seinen glücklichsten Auftritt. Zudem vergaben seine Vorderleute gleich reihenweise tolle Torchancen und waren in der Abwehr nicht leichtfüßig genug, um die willensstarken Spanier zu bremsen.

Nach 1:3 (5.) geriet Kiel mit 4:7 (10.) und schließlich sogar mit 10:15 (19.) ins Hintertreffen. Danach nahm Trainer Alfred Gislason eine Auszeit und schwor seine Spieler darauf ein, sich mehr zu konzentrieren und sich im Angriff nicht in Einzelaktionen aufzureiben. Mit dieser Maßgabe steigerte sich der deutsche Rekordmeister. Vor allem dank des unwiderstehlichen Jicha verkürzten die Norddeutschen auf 15:17 (26.), musste aber bis zur Pause wieder einen Drei-Tore-Rückstand (17:20) hinnehmen.


Quelle: KN

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